FFS "Solea":
Programme der kommenden Forschungsreisen

Übersicht:

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GSBTS – German Small-scale Bottom Trawl Survey, Boxenfischerei mit FFS „Solea“



Fahrtprogramm für die 592. Reise mit FFS „Solea“ vom 21.07. bis 08.08.2008



Fahrtleitung: Dr. Anne Sell
vTI, Institut für Seefischerei



Aufgaben der Fahrt:


Seit gut 20 Jahren ermittelt das Institut für Seefischerei des vTI mit dem „German Small-scale Bottom Trawl Survey (GSBTS)“ kleinräumig Abundanzen und Verteilungsmuster von Bodenfischen der Nordsee. Dafür werden in 10 x 10 Seemeilen großen Standarduntersuchungsgebieten („Boxen“) alljährlich Befischungen mit einem grundgängigen und standardisierten Schleppnetz durchgeführt.



Untersuchungsgebiete:
  • Nordsee



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Internationaler Baumkurren-Survey und Monitoring der Bodenfischfauna in den projektierten FFH-Gebieten



Fahrtprogramm für die 593. Reise mit FFS „Solea“ vom 14.8. bis 29.8.2008



Fahrtleitung: Kay Panten
vTI, Institut für Seefischerei



Aufgaben der Fahrt:


Der internationale Baumkurren-Survey des ICES findet einmal jährlich unter Beteiligung von Holland, Belgien, England und Deutschland statt und deckt das Gebiet der Irischen See, des Ärmelkanals und der mittleren Nordsee ab. Das dabei erfasste Artenspektrum weicht zum Teil erheblich von den Fängen mit Scherbrettnetzen ab, so dass diese Reihe eine Ergänzung zu den Surveys mit anderen Grundschleppnetzen bildet. So werden insbesondere kleinere Plattfische gut erfasst, aber auch kleinere bodenbewohnende Rundfische (Leyerfisch, Steinpicker etc.) sowie größere Wirbellose wie Seeigel, Wellhornschnecke oder Seesterne. Plattfische und die gesamte bodennahe Fauna sind wegen der möglichen Schäden durch die intensive Baumkurrenfischerei in das Interesse gerückt.
Die Ergebnisse werden in eine gemeinsame Datenbank eingespeist und jährlich in Form von Verbreitungskarten und Dichteindizes für die häufigsten Arten herausgegeben.




Untersuchungsgebiete:
  • Gebiet der Irischen See, des Ärmelkanals und der mittleren Nordsee



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Weitere Untersuchungen zum Einfluss von Steertmaterialen (PE Kernmantelgeflecht/ Dyneema) und Steertkonstruktion (T0/T90) auf die Selektion von Ostseedorsch



Fahrtprogramm für die 594. Reise mit FFS „Solea“ vom 06.09. bis 26.09.2008



Fahrtleitung: Diplom-Biologe Harald Wienbeck
vTI, Institut für Ostseefischerei



Aufgaben der Fahrt:


Ziel der 594. Reise sind weitere Untersuchungen zur Selektion von Dorschsteerten mit um 90° gedrehten Maschen, gefertigt aus unterschiedlichen Netzmaterialien PE aus Kernmantelgeflecht sowie aus Dyneema Netzmaterial mit 5 bzw. 2,5 mm Garnstärke mit 110 mm Maschenöffnung in einer Einzelgarn- und einer Doppelgarnausführung. Die Selektionseigenschaften der T90 Steerte sollen mit  Standardsteerten T0 (ohne Maschendrehung mit rhombischen Steertmaschen) gefertigt aus den gleichen Netzmaterialien verglichen werden. Die Untersuchungen stehen in Zusammenhang mit parallel laufenden Untersuchungen auf dem polnischen FFS „Baltica“. Es sind ferner Netzzugmessungen mit neu beschafften Kraftzugsensoren zusammen mit der Firma Scanmar geplant.


Untersuchungsgebiete:
  • westliche und südliche Ostsee sowie die Gewässer um Bornholm



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Hydroakustische Aufnahme pelagischer Fischbestände



Fahrtprogramm für die 595. Reise mit FFS „Solea“ vom 02. bis 21.10.2008



Fahrtleitung: Eberhard Götze
vTI, Institut für Seefischerei



Aufgaben der Fahrt:


Die jedes Jahr in Kooperation mit Dänemark durchgeführte Reise ist Bestandteil einer internationalen hydroakustischen Aufnahme pelagischer Fischbestände in der Ostsee, die vom ICES koordiniert wird. An dieser Aufnahme nehmen außerdem Schiffe aus Estland, Lettland, Polen, Russland und Schweden teil.
Für FFS "Solea" sind dabei folgende Aufgaben vorgesehen:
  • Hydroakustische Erfassung pelagischer Fischbestände im Kattegat, in der westlichen Ostsee mit Beltsee und Sund und der Arkonasee
  • Schleppnetzfischerei (vorwiegend pelagisch) entsprechend den hydroakustischen Erfordernissen
  • Hydrographische Stationen
  • Bestimmung der Arten- und Längenzusammensetzung der Fänge
  • Probennahme von Hering, Sprotte und zusätzlich Sardelle, Dorsch für weitergehende biologische Untersuchungen



Untersuchungsgebiete:
  • westliche Ostsee, Arkonasee, Kattegat



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Untersuchungen zur Verringerung der Dorschbeifänge in der Schleppnetzfischerei auf Flundern mit dem im Oberblatt reduzierten Grundschleppnetz „Topless1“ bei optimierter Netzgeometrie



Fahrtprogramm für die 598. Reise mit FFS „Solea“ vom 12.12. bis 19.12.2008



Fahrtleitung: Bernd Mieske
vTI, Institut für Ostseefischerei



Aufgaben der Fahrt:


Die Aufgabe der Fahrt ist es, Versuche zur Verringerung der Dorschbeifänge in der Schleppnetzfischerei auf Flundern fortzuführen. Dazu wird das unterschiedliche Verhalten von Dorschen und Flundern in einem im Oberblatt reduziertes Grundschleppnetz ausgenutzt. In bisherigen Versuchen ergab sich eine mittlere Reduktion des Dorschbeifanges um 63 % bei „Clupea“ und um 65 % bei „Solea“ gegenüber einem Schleppnetz mit komplettem Oberblatt.
Der Fang von Flundern war bei Einsätzen mit dem FFK „Clupea“ in der reduzierten Netzversion etwa doppelt so hoch als im Komplettnetz, mit dem FFS „Solea“ dagegen um 23 % geringer. Bei den Versuchen auf dieser „Solea“-Reise soll die Netzgeometrie optimiert und damit der Flunderfang gegenüber den  vorhergehenden Versuchen verbessert werden. Dazu sind Scanmar-Abstandssensoren auf dem FFS „Solea“ erforderlich.



Untersuchungsgebiete:
  • Schleppnetzfanggebiet östlich von Rügen, ICES 37G3; 38G3


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Herausgeber: Bundesforschungsanstalt für Fischerei © BFAFi 2007