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Fischereiforschungsschiff "Solea"
FFS Solea
[Quelle: BFA-Fischerei]
Allgemeine Angaben
- 11. Juni 2004 in Dienst gestellt, ersetzt die am 29. Mai 1974 in Dienst gestellte "Solea"
- Verdrängung: 770 T
- Länge über alles: 42,40 m
- Breite über alles: 10,00 m
- Tiefgang maximal: 3,80 m
- Reisegeschwindigkeit: 12,5 Knoten
- 2x Diesemotoren MTU16V2000M 50 A, je 890 kW bei 1500 m-1
- Gleichstrom-Fahrmotor 950 kW
- Bugstrahlruder 300 kW, Hilfsdiesel 63 kW
- die Pfahlzugkraft und die Zugkraft der Kurrleinen-Winden (Haltekraft 150 kN, max. Zugkraft 80 kN)
- Seemännische Besatzung: 14
- Wissenschaftlerplätze: 7
- Liegehafen: Cuxhaven, Nordsee
- Einsatzgebiet: Nord- und Ostsee, britische Gewässer und Teile der norwegischen Küstengewässer
- Eigner: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Reeder: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Für den Bau der neuen "Solea" wurden erstmalig von Auftraggeber und Betreiber des Schiffes die Einhaltung neuester Vorschriften und Empfehlungen bezüglich des abgestrahlten Geräuschpegels gefordert. Hier sollten die Empfehlungen gemäß des ICES=International Council for the Exploration of the Sea Cooperative Research Report No. 209 "Underwater Noise of Research Vessel, Review and Recommendations" berücksichtigt werden. Weltweit gibt es bisher nur wenige Forschungsschiffe, die diesen Empfehlungen entsprechen. Diese sind jedoch alle deutlich größer als die neue Solea, so dass diese Neuentwicklung mit großem Entwicklungs- und Konstruktionsaufwand verbunden war. Aufgrund dieser Eigenschaften werden hydroakustische Surveys zur Erfassung pelagischer Fischbestände einen Forschungsschwerpunkt bilden.
Fischereitechnische Ausrüstung
Fischereifahrzeug mit doppeltem Fanggeschirr. Ausgelegt ist es für Grundschleppnetzfischerei, Baumkurrenfischerei, pelagische Fischerei und Planktonfischerei.
Die Kurrleinen können entweder direkt über Kurrleinenblöcke gefahren werden, oder über Umlenkrollen und die Kurrbaumausleger zu den Baumkurren geführt werden. Die Scherbretter sind Backbord und Steuerbord unterhalb der Netzplattform in Schanzkleidnischen untergebracht und können mit dem Arbeitskran ein und ausgebracht werden. Mit dem Kran kann außerdem der Fang beigeholt und an Deck verholt werden. Der Arbeitskran hat eine Tragkraft von 12,2 KN bei 12,5 Meter Auslage. Auf dem Achterdeck unterhalb der Netzplattform sind losnehmbare Fischhocken angeordnet. Aus diesen heraus kann der Fischfang über ein Transportband in das Fischlabor eingebracht werden.
Zur Aufnahme der Netze und Vorläufer sind auf dem Hauptdeck und auf der Netzplattform jeweils eine Netzhaspel aufgestellt.
Die Einleiterwinde hat eine Trommelkapazität von 800 m Einleiterkabel.
Wissenschaftliche Ausstattung
Fischlabor: reines Nasslabor. Es wird von einer Bandstraße durchlaufen. An dieser wird der gesamte Fang wissenschaftlich ausgewertet. Installiert sind zwei elektronische Feinwaagen mit Datenschnittstelle zu einem Rechnerarbeitsplatz sowie Schlachttische.
Chemielabor: verfügt über zwei Laborarbeitsplätze, einen Chemikalienschrank mit separater Luftabsaugung, Luftabsaugung direkt über den Arbeitsplätzen, Anschlüsse für Druckluft, Frischwasser, entionisiertes Wasser und Reinwasser.
Trockenlabor: ausgestattet mit einem PC Arbeitsplatz.
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